Dienstag, 15. November 2011
Tagtraum 2
Wir brachen in schallendes Gelächter aus, als die entsetze Stimme meiner Mutter uns erreichte.
„Sie kann doch nicht einfach so verschwunden sein!“, kreischte sie und stampfte über den Marmorboden in der Eingangshalle, „Wie kommt es, dass keiner ihrer Männer die Flucht meiner Tochter bemerkte?!“
Der Hauptman stammelte eine Entschuldigung, doch viel leiser, sodass wir seine genauen Worte nicht mehr verstehen konnten.
Genüsslich räkelte ich mich auf meinem Liegestuhl, während die gesamte Wachmannsbesatzung fieberhaft über unsern Hof marschierte und hoffte, meine Schwester zusammengekauert hinter einem Baum zu entdecken.
„Weist du wo sie ist?“ fragte Vater und liess seinen Blick interessiert über mein Gesicht streifen.
„Nein“, entgegnete ich und biss mir auf die Lippen. Vater fragte nicht weiter. Er musste es nicht. Alle wussten von Zayulis Geliebtem. Die Dienstmädchen, welche ihn Nachts ins Haus liessen, der Junge Wachmann, welcher Zayuli früher immer das Tor öffnete, bevor man ihn vom Nachtdienst abgezogen hatte und Vater, welcher nur selten schlief, da er seiner flüchtenden Tochter durchs Fenster nachschaute und am Fenster blieb, bis sie in der Morgendämmerung wieder ins Haus schlich.
Die Sonne stieg langsam über die Berge am Horizont, doch der Tau hielt sich hartnäckig an den Grashalmen und sammelte sich in den rosaroten Blüten der Kirschbäume zu kleinen Seen. Ein kalter Wind wehte über den Hof, so als wollte er an den kürzlich vergangenen Winter erinnern und zwang mich, meine Wolldecke enger um mich zu schlingen.
Das laute Vibrieren meines iPhones riss mich aus meiner Verträumtheit. Ich erstarrte. Zayulis Foto leuchtete über den Bildschirm, sodass auch Vater zweifellos klar sein musste, wer sich da in der morgendlichen Frühe meldete.
„Willst du nicht ran gehen?“
Er würde uns also schmoren lassen. Langsam führte ich das Telefon ans Ohr. „Hallo?“
„Dhaleen?“ Die Stimme meiner Schwester klang gebrochen, Schluchzer mischten sich unter ihre Worte, sodass er schwer war, zu verstehen, was sie eigentlich wollte. „Ist Daddy in der Nähe? Ich kann ihn auf seinem Handy nicht erreichen.“
„Er sitz hier neben mir“, erklärte ich, „Ich geb dir ihn.“
„Hier, für dich.“
Vater griff wortlos nach dem Telefon und legte sich den Hörer ans Ohr. Er atmete ein, um zu einer seiner langen Reden ansetzen zu können, doch Zayuli kam ihm wie immer zuvor. Dem Rauschen, welches sogar ich vernehmen konnte, zufolge, wollte ihr Redeschwall nicht abbrechen und Vaters Gesichtsfarbe glich sich unterdessen der verputzen Wand hinter ihm an.
Sanft umfasste ich die Finger meines Vaters, doch dieser wandte sich lediglich weiter von mir ab.
„Zayuli wo bist du?“
Stille.
„Wag es nicht!“
Wütend schmetterte er mein Handy gegen das marmorne Geländer, worauf dieses mit Krach daran zerschellte. Erschrocken sprang ich auf. Vater fuhr sich mit beiden Händen übers Gesicht und atmete angestrengt die Luft ein. Sein ganzer, grosser Körper zitterte, als griffe die Kälte nach ihm, sodass ich nur mit Mühe den Wunsch, ihm meine eigene Decke überzuwerfen, unterdrückte.
„Dhaleen“, stotterte er, „Packt all eure Sachen und steht in einer halben Stunde vor der Tür bereit.“
„Wieso?“
In dem Moment verlor er auch den letzten Fetzen seiner Beherrschung. Der Blick meines Vaters wandelte sich von einer Sekunde zur anderen zu dem eines gejagten Tiers, seine Lippen verzogen sich zu einem verrückten Grinsen und seine Fingernägel bohrten sich so stark in die Lehnen des Liegestuhls, dass sie kleine sichelmondartige Abdrücke im weichen Birkenholz hinterliessen.
„Wir fliegen ins westliche Reich zu eurem Grossvater.“ Mehr sagte er nicht. Ruckartig erhob er sich von seinem Liegestuhl, marschierte ins Haus und liess mich in der Kälte zurück.
Erst der Klang des Frühlingsstimmen Walzers durchbrach die Stille. Schnell eilte ich in den Salon und erblickte schon fast entsetzt, wie Cirreaux und Vittorienne durch den Saal tanzten, während unser jüngster Bruder sie kritisch aus seinem Kindersitz betrachtete, vielleicht sogar in seiner kindlichen Intelligenz wertete.
„Ihr müsst sofort packen!“, schrie ich, um die Musik zu übertönen, „Vater sagte, ihr sollet in 30 Minuten flugbereit vor der Tür stehen. Wir reisen zu Grossvater.“
„Wieso?“, fragte Cirreaux überrascht und liess Vittorienns Hände los.
Wir hatten keine Zeit, um zu rätseln, alsp zuckte ich lediglich mit den Schultern und stürmte, wie Vater zuvor, aus dem Zimmer.

Die Stimmung im Auto war so dicht und bedrückend, dass ich das Gefühl, in Pudding zu ersticken, nicht von mir abstreifen konnte. Mutter wiegelte unseren jüngsten Bruder in ihren Armen, während dieser Schrie, als ginge die Welt unter. Er musste wohl schon damals etwas geahnt haben. Cirreaux lehnte ihren Kopf ans kalte Fenster und beobachtete die vorbeiziehenden Schatten. Ihre Augen waren weit aufgerissen, doch ausdruckslos, glichen zwei leeren Fenstern, die wie ein Spiegel alles zurückwarfen, was auf sie zukam.
Vittorienne hingegen schloss die Augen, steckte ihre Kopfhörer ein und kuschelte sich in ihren Trenchcoat. Wie immer hatte sie sich schnell in die Situation eingefügt und gestaltete sie so angenehm für sich selbst, wie nur möglich.
Vater sass hinter dem Steuer, was einer ungeheuren Seltenheit gleich kam, denn normalerweise gehörte es unserem Stand an, sich von einem Fahrer herumkutschieren zu lassen. Man hätte sagen können, dass es zu unseren Pflichten gehörte, sich von einem Fahrer in der Gegend herumkutschieren zu lassen.
Der Tachometer hatte die 160er Grenze schon längst überschritten, sodass der Motor deutlich zu hören war. Mein Magen verselbstständigte sich und ich fühlte, wie dessen Inhalt langsam meine Speiseröhre hochwanderte. Vorsichtshalber konzentrierte ich mich auf meine Füsse und mied jeglichen Blick aus dem Fenster, doch auch so war die fürchterliche Geschwindigkeit noch deutlich spürbar.
Ein plötzlicher Schauer durchfuhr meinen Körper und trieb mir die Angst bis tief ins Herz. Verwirrt blickte ich um mich, doch in unserer Nähe konnte ich keine Bedrohung entdecken.
„Cirreaux?“ Vorsichtig berührte ich den Arm meiner grossen Schwester, welche sich fragend an mich wandte.
Ich lehnte mich zu ihr rüber, sodass sie meine Stimme auch im Flüsterton verstehen konnte.
„Hast du das gespürt?“
Sie nickte.
Kaum war der Motor aus, sprang ich aus dem Wagen und hätte am liebsten den Boden geküsst, wäre meine schreckliche Vorahnung mir nicht im Wege gestanden. So schnell ich konnte öffnete ich die Kofferluke, griff nach dem erstbesten Gepäck und schleifte dieses über den Flugplatz in Richtung unseres kleinen Familienflugzeuges. Cirreaux reagierte ähnlich. Einer der Piloten eilte auf mich zu, um mir das Gepäck abzunehmen, doch ich schlug diesen ab und deutete mit dem Kinn auf die noch im Kofferraum liegenden Taschen. Zu meinem Erstaunen korrigierte heute niemand mein unhöfliches Betragen.
Immer noch in Eile schmiss ich den Koffer vor die erste Sitzreihe und machte mich gerade daran wieder aus dem Flugzeug zu steigen, um weitere Gepäckstücke zu holen, als ich die drei schwarzen Wagen, welche mit Höchstgeschwindigkeit über den Flugplatz auf uns zurasten, erblickte.
„Daddy!“ Mein Schrei durchschnitt die kalte Luft.
Die Wagen umzingelten das Flugzeug. Meine Mutter drückte das Baby an ihren Körper und versteckte dessen Gesicht an ihrer Brust. Vater stellte sich unterdessen schützend vor Vittorienne, welche sich an seinen linken Arm klammerte.
Die Wagentüren öffneten sich. Männer in grauen Anzügen stiegen aus den Wagen. Allesamt sahen sie aus, wie Bodyguards aus klischeehaften Filmen. Sie waren gross wie Schränke und hielten ihre Gesichter bewusst emotionslos. Zwei davon richteten ihre Pistolen auf unseren Vater und gingen vorsichtig auf ihn zu.
Vater schmiss seine eigene Waffe zum Zeichen der totalen Resignation auf den Boden. Man packte ihn und Vittorienne, führte sie in den Wagen und schlug laut die Türen zu.
Weitere Männer packten Mutter, welche sich nicht wehrte, um das Baby nicht zu verletzen. Cirreaux zückte ihr Handy und zertrümmerte es mit dem Absatz ihrer Stilletos, noch bevor auch sie in den Wagen verschleppt wurde.
Reflexartig tat ich es ihr gleich, wartete jedoch nicht tatenlos darauf, mir Handschellen anlegen zu lassen. Mich selbst überraschend, schmiss ich einem grauhaarigen, doch hochgewachsenen Mann meine hochhackigen Schuhe ins Gesicht und rannte los. Vergebens, wie sich bald herausstellte. Auf der anderen Seite des Flugzeugs hatten sich weitere Männer positioniert. Mit einem Aufschrei landete ich direkt in ihren Armen. Unkoordiniert schlug ich um mich und hoffte dabei möglichst viel Schaden anzurichten, bis auch ich zu Mutter, Leonin und Cirreaux in den Wagen gesteckt wurde. Cirreaux und ich löcherten die Männer mit stolzen, hasserfüllten Blicken. Mutter spähte wie eine wilde Katze umher und sondierte alles, dass Leonin hätte gefährlich werden können.
Ein wenig wütend, jedoch überwiegend verzweifelt, hämmerte ich auf das, uns von den Fahrern absondernde, Plexiglas. „Was wollt ihr überhaupt mit uns?!“ Hitze stieg in meine Ohren.
Unbeeindruckt, wie sie waren, drehten sie sich nicht mal nach uns um. Sie fuhren los und ich fühlte, wie mein Herz gegen meine Brustwand hämmerte.
Niemand von uns wusste, was los war, denn Vater hatte es uns bis zum Schluss nicht verraten. Ein grosser Fehler.
Die Tatsache, dass die Fahrt dieses Mal in gemässigtem Tempo stattfand, konnte ich nicht würdigen, denn sie erschien mir auch so viel zu kurz.
Man führte uns über einen grossen Platz mit fröhlich plätscherndem Springbrunnen, welcher nun in meinen Ohren klang, als lachte er mir ins Gesicht, in ein grosses Gebäude aus gräulich schimmerndem Marmor, welches ich nur dank der metallischen Überschrift, als Gornsche Botschaft identifizieren konnte.
Die Männer gingen nun äusserst sanft mit uns um, jedenfalls mit den von uns, die sich widerstandslos führen liessen.
„Sieh Mama!“ Ein kleines Mädchen in einem veilchenvioletten Kleidchen deutete mit ihrer kleinen Hand auf uns. „Das sind zwei Prinzessinnen aus Belavo! Siehst du Mama? Siehst du?“
„Sei ruhig Mischa!“
Die Mutter errötete, wie eine überreife Tomate und griff das Mädchen an der Hand, um es anschliessend in die entgegengesetzte Richtung zu ziehen. Zu ihrem eigenen Schaden liess die Kleine sich nicht von ihrer Mutter ruhig stellen und fuchtelte mit beiden Händen in der Luft herum.
„Wieso tragen sie denn Handschellen?“ Ihre Stimme war immer noch deutlich zu hören. Ein jüngerer Mann löste sich aus der Gruppe unserer Entführer und eilte bestimmten Schrittes den beiden nach.
Kaum hatten wir das pompöse Gebäude betreten, drehte sich auch der Grauhaarige, ältere Mann nach aussen und stapfte wieder aus dem Gebäude.
Uns schloss man in einen Salon in der obersten Etage. Sie nahmen unsere Handschellen ab, servierte Kaffee, Tee und brachten Pralinen, Kuchen und Früchte aller Farben und Formen. Ich versuchte gar nicht erst zu widerstehen, denn ich wollte meinen Körper keinem Hunger ausstellen, doch Mutter und Cirreaux warfen mir strenge Blicke zu und schüttelten enttäuscht ihre Köpfe jedes Mal, wenn sie sich von mir unbeobachtet fühlten. Ich rollte lediglich die Augen.
Man liess uns warten. Sie lachten uns aus und trampelten unsere Ehre mit ihren dreckigen Füssen, in dem sie eine übergrosse eichene Uhr ins Zimmer stellten. Cirreaux tigerte im Zimmer herum und warf immer wieder wütende Blicke zu etlichen Türen, die aus dem Raum führten.
Die Sonne warf bereits ein orangerötliches Licht auf die Dächer der umliegenden Häuser. Wir sahen sie nicht, denn wir befanden uns auf der östlich gelegenen Seite des Gebäudes. Auch der dichte Verkehr auf der Strasse, deutete darauf hin, dass wir uns gerade in der abendlichen Stosszeit befanden. Die Zeit zog sich, denn das laute Ticken der Uhr erinnerte uns an jede verstrichene Sekunde. Wir wussten nicht wieso wir hier waren. Wir wussten nicht, wie lange wir hier sein würden und vor allem wussten wir nicht, wieso man Vater und Vittorienne nicht an denselben skurrilen Ort geführt hatte wie uns.
Erst als die Uhr Punkt sieben schlug, öffnete sich die Seitliche Tür in den Salon. Ein hochgewachsener Mann in Uniform eines Gornschen Würdenträgers betrat den Raum. Er war allein.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Ein Mix aus Schlaf, Langweile und zu viel Zucker...
Me:
How are you dear?

Joel:
Like steak with onions, what about you?

Me:
I feel as if someone had thorn out the heart of my chest and served it with onions.
Do you need sun or a jelly fish?

Joel:
No thanks, I've had enough.
Your life is sad.
By the way, how's your oldest...

Und in dem Moment griff mein Englishlehrer nach dem Zettelchen, las es, blickte uns verwirrt an und steckte das Gekritzel in seine Tasche.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Freitag, 28. Oktober 2011
An Moira
Mein Herz zerbricht,
Der Fluch vergeht,
Die Sonne auf mein Grab niedersticht,
Meine Leiche zerlegt.

Aus Asche neu geboren,
Mit Lächeln auf den Lippen,
Zu gutem auserkoren,
Durch ewigliche Bitten.

So suchte ich die Liebe,
Sähe ich Hoffnung in mir selbst,
So suchte ich die Liebe,
Doch du mich nur für dich behältst.

Gott!

... link (0 Kommentare)   ... comment


Dienstag, 25. Oktober 2011
Tagtraum 1
„Cirreaux?“
Meine älteste Schwester wandte sich erschrocken in die Richtung meiner Stimme und stiess dabei ihren knallpinken Fruchtsmoothie um, welcher wie eine zu dünnflüssige Schlammlawine ihre Hausaufgaben überschwemmte.
„Danke vielmals“, knurrte sie und hob zum Zeichen totaler Resignation ein Smoothie-durchtränktes Blatt in die Höhe. „Das war’s dann mit den Hausaufgaben für heute.“
„Gabrielle!“
Vorsichtig schritt ich über die Türschwelle und trat auf den kalten steinernen, von Blütenstaub bedeckten Boden. Ein wenig schadenfroh blickte ich auf die versaute Hausarbeit meiner Schwester und setzte mich auf den freien Flechtsessel neben ihr.
„Gabrielle!“
„Armin ist auf dem Weg.“
„Wie bitter du das sagst.“
„Gabrielle!“
Eine junge Bedienstete in einem schlichten Sommerkleidchen eilte aus der Tür, drehte sich aber sofort wieder auf dem Absatz, als sie die Sauerei auf dem Tisch erblickte und hetzte zurück in die Küche.
Wie hätte ich auch meine Abneigung gegenüber Prinz Armin verbergen sollen, wenn bereits seine blosse Präsenz meinen Würgreflex zur Probe stellte? Desweiteren war es offensichtlich, dass unsere Sympathien auf Gegenseitigkeit beruhten.
„Hauptsache Vittorienne freut sich“, entgegnete ich in weicherem Ton und genoss die noch schwachen Sonnenstrahlen auf meinen Wangen, „Schliesslich soll sie ihn heiraten.“
Ihre Verlobung war vor bereits acht Monaten vereinbart worden, doch mit der Hochzeit beeilte sich zu grossem Erstaunen des ganzen Landes niemand. Dieses Erstaunen wuchs, als die beiden sich unabhängig von der ausgemachten Heirat ineinander verliebten.
Hier hatte dieses ganze Erstaunen aber kein Ende, denn auch wir, ihre Schwestern, waren ziemlich überrascht, als wir den Prinzen Hand in Hand mit unserer feinen rothaarigen Vittorienne, fröhlich über die Seepromenade spazierend, erblickten. Nicht, dass wir unserer Schwester diese glückliche Wendung des Schicksals nicht von ganzem Herzen gewünscht hätten, doch liessen die Qualitäten des Prinzen einige Zweifel am Ganzen aufkommen.
„Kommst du Morgen in die Stadt Zayu?“
„Hmm?“ Die Frage meiner Schwester schien mir unpassend, also beschloss ich sie vorerst zu ignorieren, was diese aber nicht weiter kommentierte, denn Gabrielle huschte mit sichtlich errötetem Gesicht und einer Küchenpapierrolle herbei.
„Vater meinte, ich solle dir sagen, dass Prinz Armin mit uns allen sprechen wolle.“
„Wieso?“, fragte Cirreaux und beobachtete wie Gabrielle den Fruchtsmoothie mit den Einwegtüchern vom Tisch saugte.
„Ja, ich komme in die Stadt.“
Ein amüsiertes Grinsen huschte über die Lippen meiner Schwester, verschwand aber wieder, als sie erblickte, wie Gabrielle ihre Hausaufgaben zusammenknüllte und ohne das kleinste Anzeichen von Mitleid in den Abfall schmiss.
„Komm Herzchen.“
Langsam erhob ich mich, strich mein Kleid zurecht und trat in unser grosses, helles Wohnzimmer. Das Parkett quietschte leicht unter meinem Schritt. Dasselbe Quietschen wiederholte sich wenige Sekunden später, als meine ältere Schwester hinter mir auf den Boden auftrat.

Der Salon erstrahlte im Licht dreier Kristalluster, welche, wie millionen Libellenflügel von der Decke bammelten und kleine, süsse Regenbogen an die unmöglichsten Stellen des Raumes warfen.
Einer dieser Regenbogen zeichnete sich auf Armins Stirn und erzitterte bei jeder seiner Bewegungen. Er hatte sich sichtlich beschwipst und in theatralischer Pose vor uns aufgestellt, während die Geräusche aus der Küche der ganzen Szene zusätzlichen Nachdruck verliehen.
„Wie ihr wisst“, begann Armin und ich war sicher, dass er dieser Rede bereits geübt haben musste, „Zogen mein Vater und mein älterer Bruder vor einigen Tagen zur Friedenskonferenz, an die Grenzen unseres Reiches, bis zu den kalten Steppen von Gorno.“
Der Name unseres Nachbarlandes liess uns alle erschauern. Die Truppen von Kaiser Marduk bedrängten Svit bereits vom Norden, Osten und Süden her. Eine Friedensvereinbarung schien die einzige Möglichkeit für Svit, eine gewisse Eigenständigkeit zu bewahren. Natürlich war uns allen klar, dass der Friedensvertrag überwiegend zum Vorteil von Gorno ausfallen würde.
Armin konnte unsere Unruhe kaum geteilt haben, denn er fuhr in derselben heiteren Stimmung fort: „Die Friedensverhandlungen verlaufen allem Anschein nach äusserst…“ Armin stockte.
„Gut!“, brachte er nach einigen stillen Sekunden mit triumphierendem Gesichtsausdruck hervor, was mich wiederum innerlich auflachen liess.
Meine innere Belustigung musste sich in meinem Gesicht gespiegelt haben, denn Vittorienne fixierte mich mit einem ihrer tödlichen Blicke, welcher mir Warnung genug sein musste, falls ich nicht Opfer einer ihrer Wurfattacken werden wollte. Dank ihrer bemerkenswerten Trefferquote, was das Werfen von hochhackigen Schuhen und Porzellanzubehör anging, stellte auch die kleine Vittorienne eine ernstzunehmende Bedrohung dar.
„Da die Verhandlungen so gut verlaufen“, wiederholte Armin, „Bittet mein Vater mich, ebenfalls zur Friedenskonferenz zu reisen, sodass ich später als Botschafter fungieren kann.“
Vittorienne erhob sich. „Wie lange wirst du fort sein?“ In ihrer Stimme bebte die Angst.
Mein Vater, welcher bis anhin nur durch Armin hindurch gestarrt hatte, richtete sich in seinem Sessel auf und lehnte seinen Körper in die Richtung des Prinzen.
Ich konnte sehen, dass er nicht wusste, wie er auf die Ankündigung des Prinzen reagieren sollte, also entschied ich mich, ihm zuvorzukommen. Schnell sprang ich von meinem Sitzplatz am Rande des Saales, verbeugte mich vor Armin und senkte dabei auf unterwürfigste Weise meine Augenlider.
„Geehrter Prinz, entschuldigt mich, doch mein Magen möchte vor schierer freudiger Aufregung über diese frohe Nachricht kaum mehr zur Ruhe kommen.“ Ein süsses Lächeln umspielte meine Lippen, sodass Armin vor Überraschung nicht mehr als ein Nicken zustande brachte.
„Ich werde mich nun von eurer Hoheit verabschieden, obwohl dies eine ungeahnte Reue in mir aufkommen lässt, und wünsche ihnen eine wunderschöne Nacht.“
Im Geiste gratulierte ich mir zu diesem kleinen Sieg, doch wurde meine Freude, von einer finsteren Aussicht gedämpft, die mein immer schneller schlagendes Herz, wie eine eiserne Faust umschlossen hielt. Hastig überquerte ich die marmorne Eingangshalle und dankte Gott, dass keiner der Diener mich mit lästigen Fragen aufhielt.

Kaum war ich in Alex’ silbernen Chrysler eingestiegen, erklang das Schellen eines iPhones. Das Licht des Handys strahlte durch den dünnen Stoff meines seidenen Handbeutelchens, sodass kein Zweifel daran bestand, wessen iPhone sich bemerkbar machte.
Entschuldigend hob ich meine Schultern und schob den Riegel auf.
„Zayu!“, meldete sich Dhaleen mit sichtlich erregter Stimme, „Spinnst du eigentlich? Mutter bat mich, dir ins Zimmer zu folgen, doch dieses fand ich zu meinem grossen Entsetzen leer. Bist du dir eigentlich bewusst, was geschehen wird, wenn unsere Eltern herausfinden, dass du dich raus geschlichen hast?“
Sie wussten es also noch nicht.
„Dhaleen hör mich zu“, drängte ich sie, „Ich muss zu unserem Informanten. Vater wird das verstehen.“
Amüsierst stellte ich fest, dass meine Schwester wütend die Luft durch ihre Zähne einsog.
„Du verschwindest mitten in der Nacht, nur um dich mit deinem Geliebten zu treffen und erwartest, dass Vater es verstehen wird!“ Sie verfluchte mich, was mir einen Stich versetzte, doch überwog meine Belustigung, was meine entnervte Schwester anging, sodass ich ihr falsch gewähltes Vokabular ignorierte.
„Doch nicht wegen eines Schäferstündchens“, lachte ich.
„Wieso dann?“
Ich senkte meine Stimme. „Hast du denn nicht gehört, was Armin uns gesagt hat?“
„Hab ich wohl“, entgegnete Dhaleen in beleidigtem Ton.
„Dann musst dir doch aufgefallen sein, dass unser Vater aufmerksam wurde, als Armin mit seiner Einladung prahlte.“
„Wieso?“ Sie hatte sich ein wenig beruhigt. Ich konnte hören, wie das Bett quietschte, als sie sich darauf setzte. Sie war also immer noch in meinem Zimmer.
„Keine Ahnung, aber auf keinen Fall kann es für unser Land förderlich sein, wenn die gesamte Königliche Familie sich in den Armen des Feindes versammelt. Um ehrlich zu sein, zeugt es von einer Dummheit, welche ich unserem König nicht zutraue.“
Gedankenlos kratzte ich den Dreck von meinen Nägeln, während Dhaleen die Situation verarbeitete.
„Weck mich sobald du zu Hause bist“, bat mich Dhaleen und legte auf.
Behutsam nahm Alex mein Gesicht zwischen seine Hände und zwang mich, ihm in die Augen zu sehen. Er strich mir die Haare aus dem Gesicht und küsste mich sanft auf die Stirn. Ich senkte meine Lider und sog genüsslich seinen Duft ein. Die Mischung aus Old Spice, Waschmittel und Birnenholz erinnerte mich an unser altes Ferienhaus in den Bergen.
Wieder blickte er mich an.
„Bist du etwa vor seiner Hoheit geflüchtet?“ Er lachte über seinen eigenen Witz. Grinsend tippte ich ihm auf die Nase.
„Um ehrlich zu sein, war es heute von Vorteil, die geistreichen Bemerkungen unseres anbetungswürdigen Prinzen über sich ergehen zu lassen.“
„Was ist geschehen?“, fragte er nun mit ernster Stimme.
„Reden wir zu Hause darüber.“
Das Gut meiner Eltern lag ein gutes Stück ausserhalb der Stadt, sodass wir nun durch vollkommende Dunkelheit fuhren, denn keiner hatte sich die Mühe gemacht Strassenbeleuchtung neben einer Feldstrasse aufzustellen. Lediglich die Lichter des Armaturenbretts erhellten Alex‘ Gesicht, was mir aber reichte, um zu erkennen, dass er seine Lippen zu einem engen Strich zusammenpresste.
Vorsichtig küsste ich seinen Hals und sah zufrieden zu, wie die Anspannung allmählich von ihm wich. Ich wiederholte meine Geste und liess meinen Kopf auf seiner Schulter.
Die Position war äusserst unbequem, denn ich musste mich unnatürlich weit zu ihm herüber lehnen, doch ich wusste, dass ihn diese Berührung beruhigen würde.
Mit einem leisen Seufzer schloss ich die Augen und atmete nochmals seinen Geruch ein. Einige Szenen aus früheren Tagen blitzten wie Dias in meinem Kopf auf. Grossmutter am Telefon, Dhaleen und ich versteckten uns im hohen Gras, Mutter wie sie uns nach Zecken absuchte…
Dass ich eingeschlafen war, realisierte ich erst, als ich merkte, dass jemand mich behutsam aus dem Sitz hob.
„Alex?“, murmelte ich im Halbschlaf und umklammerte seinen Nacken mit beiden Händen.

Der nächste Morgen fühlte sich an, als hätte mich jemand in einen Käfig aus Wattebällchen gesteckt. Glücklich stellte ich fest, dass Alex mich sogar im Schlaf mit beiden Händen umklammert hielt. Mit einem Kichern kuschelte ich mich näher an ihn heran und genoss die heilende Wirkung seiner Wärme.
Es blieb mir nichts anderes übrig, als diese gestohlenen Augenblicke auszukosten, denn sie waren kostbarer als Wasser in der Wüste und rarer als Hope Diamanten in meiner Tasche.
Mein Vater tolerierte die Romanze im Stillen, während meine Mutter nichts davon wusste, doch hätten sie mir niemals erlaubt, Alex der Öffentlichkeit vorzustellen, oder ihn gar zu heiraten.
Der Gedanke an Heirat versetze mir einen Stich, sodass ich mich noch näher an die Brust von Alex schmiegte und mein Gesicht darin vergrub. Eines Tages würde ich einen Adeligen heiraten, der niemals im Stande sein würde meinem Geliebten das Wasser zu reichen. Meine Eltern würden uns eine grosse Hochzeit mit Unmengen von Blumen und vielen farbigen Cocktails arrangieren. Alle Gäste würden am Glück des jungen Paares teil haben wollen, die Presse würde sich über die arrangierte Ehe das Maul zerreissen und ich würde lächeln und lächeln. Wie eine Verrückte in der Gummizelle der Psychiatrie. Einfach nur lächeln.
Zärtlich fuhr ich mit den Fingern über Alex‘ Lippen. Am liebsten hätte ich sie geküsst, doch sein Griff liess nur wenig Bewegungsfreiheit zu und ich war äusserst darauf bedacht, ihn unter keinen Umständen zu wecken.
Wieder schmiegte ich mich an seine Brust und schloss die Augen. Die Bilder meiner immer schneller herannahenden Zukunft verschwanden nicht.
Obwohl ich mich kaum gerührt hatte, musste er meine Rastlosigkeit gespürt haben, denn auch er begann sich zu räuspern. Dass er endgültig wach war, wusste ich erst, als er meinen Kopf küsste.
„Entschuldige“, flüsterte ich, „Habe ich dich geweckt?“ Vorsichtig hob ich meinen Kopf und blickte in seine beinahe schwarzen Augen.
Er lachte und küsste mich auf die Nase. „Ich bin schon seit geraumer Zeit wach“, gab er zu und lockerte einen seiner Arme. Vorsichtig fuhr er mir über die Taillenseite. Das Kribbeln seiner Berührung liess auch nicht nach, als er die Hand auf meinen Hinterkopf legte und mit seinen Fingern zärtlich durch meine Haare strich.
Mein Herz machte einen Satz und ich stellte erschrocken fest, dass ich ihn noch mehr liebte, als am vorherigen Tag.
„Alex, wir müssen aufstehen.“
Ruckartig befreite ich mich aus seinen Armen und stieg aus dem Bett. Ich fühlte mich, als hätte mich jemand mit einer Pfanne zurück in die Realität gehauen.
Da Alex meine plötzliche Reaktion nicht verstand, blickte er auf die Uhr, doch deren kleiner Zeiger hatte sich noch kaum von der 6 entfernt.
„Was ist denn los?“, fragte er und rieb sich verschlafen die Augen.
„Eigentlich kam ich“, begann ich zu erklären, „Weil Armin nun ebenfalls zur Friedenskonferenz reisen will.“

... link (0 Kommentare)   ... comment


Im Unterricht
Ich:
Sicher dass ihr nicht Technicker im Schultheater werden wollt? Es gibt immer gratis Pizza und eine zusätzliche freie Schulwoche!

Dhaleen:
Eideutig NIIIIICHD!

Martin:
Facebook Chat
Der Deutschleherer: Eindeutig "N"!
NICHT ohne dreifach fünfach "I"
und "T" anstelle von "D"

Martin Rocher gefällt das.

Ingrid:
Lieber selber mitspielen!

Romina:
Ich will auch!

Anonym:
Ohh *tröst*

Yve:
Manchmal, aber nur manchmal liege ich in meinem Bett und träume. Nicht von Frauenkörpern, nein, vom Rampenlicht. Wie ich es kunstvoll bediene und mir damit minderwertige Schauspieler beleuchte, mit dem Geschick eines Elefanten beim Essen mit dem Rüssel. Aber es sind nur Träume, in bin ein niemand und werde es nie in die hohen Ränge eines Technickers aufsteigen. Deshalb leider, meine allbarmherzige Menelin, Ich muss das Angebot unter Tränen ablehnen.

Anonym2:
Very good!

Anonym3:
Ich schliesse mich dieser ausführlichen Antwort an.

Anonym4:
Dito

Sandy: Leider nein... Dieter einen Kommentar?

...

... link (0 Kommentare)   ... comment


"berry me"
Da sass ich. Lippenstift der Farbe "berry me", 10 Zentimeter Absätze an meinen Boots, Strümpfe, Minirock, Lederjacke und ein veganes Essen in meiner senfgelben Handtasche von Sofa Line.
Vor mir?
Leitfaden zur sprachlichen Gleichbehandlung von Mann und Frau.
An der Wandtafel?
Ein grinsender Lehrer mit hochgezogener Augenbraue und Karohemd.
"Bitte lest euch durch das gesamte Dossier."
Da sass ich; verwirrt, verängstigt und noch dazu völlig erschüttert. Wieso hatte mich niemand geweckt? Ich musste für längere Zeit geschlafen haben. Die Menschheit hatte es doch tatsächlich geschafft über ihren eigenen Schatten hinweg zu springen und alle relevanten Probleme wie Hunger, Armut und Terrorismus von der Erde zu vertreiben.
Und nun, endlich, wie ich gerne bemerken mochte, konnte sie sich mit den wirklich interessanten Dingen wie dem generischen Maskulinum und den Legaldefinitionen beschäftigen!
Mit rasendem Herzen las ich mich durch die Zeilen:

„Seit 1981 ist die Gleichberechtigung von Mann und Frau in der Bundesverfassung verankert. (Art.8 Abs. 3).“

Stimmt so. Ich erinnerte mich wage daran vor nicht all zu langer Zeit, den angesprochenen Satz an erwähntem Ort aufgefunden zu haben.

“ Bis heute gibt es jedoch Bereiche, in denen Frauen und Männer nicht gleichberechtigt sind. Es bedarf weiterer Anstrengungen, um die tatsächliche Gleichstellung in allen Lebensbereichen zu verwirklichen.“

Hab ich’s doch gewusst! Die Frau aus der Kantine gab den Jungs doch immer mehr Fleisch ab, als den Mädchen.

„Dazu gehört auch die Sprache.“

Wie wahr. Hier sprach mir jemand aus der Seele. Wusstet ihr, dass es im slowakischen kein allgemein gebräuchliches Wort für „Nutterich“, also eine sogenannte männliche Schlampe gibt?

Doch nun weiter zum Inhalt. Wie mir fortlaufend und wortwörtlich aus dem Dossier überliefert wurde, besteht die Menschheit doch tatsächlich aus Frauen und Männern. Auch meint man, dass das generische Maskulinum, die Präsenz von Frauen verschleiert und noch dazu die Frechheit besitzt ungenau zu sein!

Hierzu ein Beispiel:

"Alle Fussgänger sollen bei Rot stehen bleiben."

Dieser Satz sei politisch nicht korrekt, da er erstens die Existenz von Fussgängerinnen leugne und zweitens verursache, dass allfällige, doch existierende, Fussgängerinnen die Warnung nur auf männliche Fussgänger beziehen könnten und diese daher missachteten, was, wie wir alle wissen, zu schrecklichen Unfällen führen könnte und unausweichlicher Weise würde, falls wir nicht schleunigst etwas an unserem anmassenden, patriarchalischen Sprachgebrauch ändern sollten!

Ebenfalls habe ich in Erfahrung bringen können, dass ein gebildetes, emanzipertes Individuum einen Lehrer nur noch als Lehrkörper oder Lehrpersonal bezeichnet, da lediglich dies uns weiblichen Bürgerinnen gerecht werden kann.

Weiteres zulässliches Vokabular:

das Mitglied, das Präsidium, die Leitung, der Rat, etc.

Genervt strich ich den ironischen Unterton aus meinen Gedanken und liess demonstrativ meinen Kugelschreiber aufs Pult knallen. Wieso sollte sich jemand mit solch einem hirnrissigen Thema beschäftigen? Wieso nicht lieber neue Frauenhäuser gründen, Aufklärungsunterricht in dritt Weltländern leiten oder zumindest darauf achten, dass überkonservative Primarschullehrer unsere süssen Kleinen nicht in Schubladen stecken.
Sich an der Sprache zu schaffen machen, sie in ein schwerfälliges und kompliziertes Gebilde umzuwandeln, nur damit sich auch die Feministin in der hinteren Reihe auf die Schulter klopfen kann, ist doch dumm, ja sogar kontraproduktiv. Kein Mann würde uns Frauen jemals respektieren, sollten wir solchen Unsinn von ihm fordern. Das war schlicht lachhaft.
Kopfschüttelnd malte ich kleine Sternchen auf das Dossier, wobei mir auffiel, dass es sich bereits um die 4. Auflage handelte.
Meinem Lehrer musste dies aufgefallen sein und die äussert ähnlichen Reaktionen meiner Mitschüler ebenfalls, denn er schickte uns lachend einige Minuten früher in die Pause.


PS:Kleiner Tipp am Rande. Schlüpft in eure sündhaft teuren Lieblingsstilletos, tragt ein blumiges Kleid dazu und lasst eure langen Haare im Wind hinter euch her wehen. Seid doch froh darüber, dass nur ihr Frauen das könnt, ohne lächerlich dabei zu wirken und hört endlich damit auf krampfhaft jeden Tag Jeans und Pullis zu tragen, nur weil Jungs das auch tun.
Wartet doch lieber den Tag ab, an welchem Jungs sich für Miniröcke entscheiden, weil diese so positiv ihre schlanken, langen Beine betonen.


Hab euch lieb

Menelin

... link (0 Kommentare)   ... comment